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No Angels floppen beim Eurovision Song Contest

Abgelegt unter Medien & TV,Musik by Redaktion am 25. Mai 2008

Gestern Abend habe ich mir kurz die Schnell-Zusammenfassung der 25 Interpreten des Eurovision Song Contest angetan. Wer sich 3 Stunden lang die kompletten Lieder anhört, der muss wirklich Durchhaltevermögen oder einen Hang zum Masochistischen haben. Alle Lieder waren eigentlich durchweg schlecht, durchschnittliche Massenware ohne großen Wiedererkennungswert. Auch die No Angels bildeten da irgendwie keine Ausnahme.

Einzige Interpreten, an die ich mich nach dem Schnelldurchlauf noch erinnern konnte, waren die Karnevals-Piraten aus Lettland, ein Botox-Alien aus Schweden, die französischen Bärte und der spanische Beitrag mit einem Hauch von Stefan Raab. Allerdings sind diese Erinnerungen nicht auf musikalischer Grundlage gebildet, sonder eher aus optischer- und unterhaltungstechnischer Sicht.

Ich hätte gedacht, dass sich eigentlich alle in einem ähnlich Punktebereich bewegen müssten, es gab einfach nichts Herausragendes. Der russische Beitrag hat aber klar gewonnen, obwohl auch er nicht wirklich weltbewegend war. Der Auftritt am Schluss und die Unterstützung von Prominenz (Stradivari-Geiger und Eiskunstlauf-Legende) haben aber wohl einen kleinen Vorteil gebracht. Die No Angels hingegen, erhielten gerade mal 14 Punkte, 12 aus Bulgarien (dank Lucy) und 2 aus der Schweiz als Nachbarschaftshilfe. Aber auch Groß Britannien landete zusammen mit Deutschland und Polen auf dem letzten Platz. Frankreich sah unwesentlich besser aus. Irgendwie scheint es immernoch ein starkes Ost/West-Gefälle zu geben.

Es ist aber nicht unbedingt nur die Nachbarschaftsliebe der Ostblock-Staaten, die den Contest noch mehr zu einer Witzveranstaltung macht, sondern auch die Abneigung gegen die großen Staaten in Europa, die Politik und Wirtschaft im Wesentlichen bestimmen. Man drückt seinen Neid eben dann durch ein belangloses Telefonvoting aus, in dem nicht die Musik, sonder Länder bewertet werden. Das Ranking der Durchschnittseinkommen im Vergleich zum Eurovision-Ranking, dürfte im Kehrwert in etwa ähnlich sein, mit Ausnahme von Norwegen auf Platz 5.

 



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