Neues vom Löffelpapst Uri Geller

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 01. Oktober 2008

Uri Geller bewegt so einiges. Mal sind es Löffel die vom Fernseher pruzeln und mal sind es die Besucherzahlen von Blogtotal. Ohne Uri hätte diese Seite anfang Januar nicht den bombastischen Start, mit mehr als 2.000 Besuchern täglich, hingelegt. Und jetzt meldet sich der Mentalmagier zurück.

Am 15. November will Uri Geller auf ProSieben Ausserirdische suchen. Das einzige Ausserirdische bei ProSieben ist allerdings das Programm. Wenn man bedenkt, das Sarah und Marc „crazy in love“ oder Jana Ina und Giovanni „schwanger“ sind, um Quote zu bringen. Nichtsdestotrotz darf Uri sein Glück versuchen und das verwöhnte deutsche TV-Publikum unterhalten.

Beim Medienrauschen fragt man sich indessen, wo denn genau die Ausserirdischen auf Uris Nachricht warten? Die vorgeführte Rechnung ist amüsant, wenn man bedenkt dass mit dem verwendeten Radioteleskop und der beschränkten Sendezeit der maximale Suchradius irgendwo zwischen Jupiter und Saturn enden dürfte. 😉

 

LHC: Die Welt geht unter oder auch nicht!

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 09. September 2008

Cern LHCMorgen Heute Am 10. September war der grosse Tag, der LHC (Large Hadron Collider) am Kernforschungsinstitut Cern wird wurde in Betrieb genommen. In der wohl grössten Maschine der Welt sollen Protonen auf annährend Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zur Kollision gebracht werden. Dabei sollen bislang unentdeckte Teilchen entstehe, die Aufschluss über die Zusammensetzung der Materie geben.

Was aber für die Medien noch viel interessanter ist, theoretisch können auch kleine Schwarze Löcher entstehen. Genährt durch die Behauptungen des Tübinger Professors Otto Rössler, entstand eine leichte Panikmache. Die Schwarzen Löcher könnten die Erde verschlingen. :-O

Alles halb so wild: Es gibt defintiv keinen Weltuntergang. Wie der Stellungnahme des KET (Komitee für Elementarteilchenphysik) zu entnehmen ist, geht die Welt aus vier guten Gründen nicht unter:

1. Es ist gar nicht erwiesen das bei dem Experiment überhaupt scharze Löcher entstehen.
2. Wenn welche entsehen, ist deren Masse so klein, dass sie sofort wieder zerfallen.
3. Auf unsere Erde treffen jede Sekunde zigtausend Protonen aus dem All, mit deutlich höherer Geschwindigkeit. Würden stabile schwarze Löcher entstehen, könntest du diesen Text hier wohl nicht mehr lesen.
4. Selbst wenn ein stabiles Schwarzes Loch entstehen sollte, würde es mehrere Milliarden Jahre dauern, bis das Schwarze Loch eine ausreichend große Masse entwicklet hätte, um die Erde zu „verschlingen“.

Keep cool. 😉 Und wer gern eine wissenschaftliche Widerlegung der Rössler’schen Phantasie-Theorie lesen möchte, der kann sich hier „weiterbilden„.

 

RottenNeighbor – So denunziert man richtig

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 27. August 2008

Das Portal zum Anschwärzen seiner Nachbarn, RottenNeighbor, gibt es schon ein paar Tage. Doch aktuell häufen sich die Berichte und Beiträge darüber wieder. Im „Investigativ“-Magazin Akte bei Sat.1 gab es einen Beitrag zum Thema. Grund zur Aufregung birgt die Tatsache, dass man mit dem integrierten GoogleMaps das Haus seines Nachbarn markieren und mit bösen Texten versehen kann, z.B.: „Hier wohnt ein Stinker“!

Hätte ich gestern nicht auch noch einen TV-Beitrag über Nachberschaftsstreitigkeiten beim Trash-Sender RTL II gesehen, wäre mir RottenNeighbor vermutlich nichtmal eine Meldung wert gewesen. Aber so bringt die neue Technik einen gewissen Fortschritt mitsich, der für alte Gartenzaunkriege interessant werden könnte, und über den man natürlich berichten sollte. 😉 Statt das eigene Haus mit Transparenten vollzuplastern, auf denen dem Nachbarn sein „fehlverhalten“ aufgezeigt wird, kann man die Botschaft jetzt sogar virtuell direkt am Nachbarhaus anbringen. Soviel neue Denunziantentechnik lässt sogar schon den Direktor der Medienlandesanstalt aufhorchen.

 

Schlag den Raab – 2,5 Millionen Euro sind weg

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 02. Juni 2008

Am Samstag hatte ich nur kurz bei Schlag den Raab eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kandidat gerade mal ein Spiel gewonnen und Stefan Raab lag weit in Führung. „Lohnt sich also nicht weiter zu schauen“, dachte ich, es war ja auch schon kurz nach 23 Uhr. Allerdings waren noch nicht mal die Hälfte der Spiele gespielt, von daher wollte ich mir den „Spaß“ nicht bis in die Morgenstunden antun.

Anscheinend hat der Herausforderer aber die Kehrtwende doch noch geschafft und 2,5 Millionen Euro mit nach Hause genommen. Beim nächsten mal geht es daher „nur“ noch um 500.000 Euro. Ebenso dürfte das Interesse wieder stark nachlassen.

Was mich aber mal noch interessieren würde: Wieviele Zuschauer fiebern denn effektiv mit dem Kandidaten mit? Ich finde es eigentlich immer recht amüsant, wenn die Supertypen (Halbprofisportler, Diplom-Dingsbumstitel, Weltmeister im Sackhüpfen) gegen den etwas dicklichen Raab verlieren. Normale Bewerber gibt es ja anscheinend nicht, oder besser, sie schaffen es halt nicht in die Sendung.

 

No Angels floppen beim Eurovision Song Contest

Abgelegt unter Medien & TV,Musik by Redaktion am 25. Mai 2008

Gestern Abend habe ich mir kurz die Schnell-Zusammenfassung der 25 Interpreten des Eurovision Song Contest angetan. Wer sich 3 Stunden lang die kompletten Lieder anhört, der muss wirklich Durchhaltevermögen oder einen Hang zum Masochistischen haben. Alle Lieder waren eigentlich durchweg schlecht, durchschnittliche Massenware ohne großen Wiedererkennungswert. Auch die No Angels bildeten da irgendwie keine Ausnahme.

Einzige Interpreten, an die ich mich nach dem Schnelldurchlauf noch erinnern konnte, waren die Karnevals-Piraten aus Lettland, ein Botox-Alien aus Schweden, die französischen Bärte und der spanische Beitrag mit einem Hauch von Stefan Raab. Allerdings sind diese Erinnerungen nicht auf musikalischer Grundlage gebildet, sonder eher aus optischer- und unterhaltungstechnischer Sicht.

Ich hätte gedacht, dass sich eigentlich alle in einem ähnlich Punktebereich bewegen müssten, es gab einfach nichts Herausragendes. Der russische Beitrag hat aber klar gewonnen, obwohl auch er nicht wirklich weltbewegend war. Der Auftritt am Schluss und die Unterstützung von Prominenz (Stradivari-Geiger und Eiskunstlauf-Legende) haben aber wohl einen kleinen Vorteil gebracht. Die No Angels hingegen, erhielten gerade mal 14 Punkte, 12 aus Bulgarien (dank Lucy) und 2 aus der Schweiz als Nachbarschaftshilfe. Aber auch Groß Britannien landete zusammen mit Deutschland und Polen auf dem letzten Platz. Frankreich sah unwesentlich besser aus. Irgendwie scheint es immernoch ein starkes Ost/West-Gefälle zu geben.

Es ist aber nicht unbedingt nur die Nachbarschaftsliebe der Ostblock-Staaten, die den Contest noch mehr zu einer Witzveranstaltung macht, sondern auch die Abneigung gegen die großen Staaten in Europa, die Politik und Wirtschaft im Wesentlichen bestimmen. Man drückt seinen Neid eben dann durch ein belangloses Telefonvoting aus, in dem nicht die Musik, sonder Länder bewertet werden. Das Ranking der Durchschnittseinkommen im Vergleich zum Eurovision-Ranking, dürfte im Kehrwert in etwa ähnlich sein, mit Ausnahme von Norwegen auf Platz 5.

 

Josef Fritzl und der Inzest in Amstetten

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 30. April 2008

Die Geschichte, die in der österreichischen Gemeinde Amstetten ans Tageslicht gekommen ist, klingt bizzar. Der 73 Jahre alte Josef Fritzl sperrte seine Tochter vor über 24 Jahren in ein Kellerverlies und zeugte mit ihr 7 Kinder. Die FAZ titelte in ihrem Bericht passend: „Der Nachbar mit dem bestialischen Doppelleben!

Das Medieninteresse ist enorm, rund um die Uhr belagern Presse- und Medien-Vertreter aus der ganzen Welt das Haus des Inzest-Opas. Es scheint irgendwie unvorstellbar, welche menschlichen Abgründe sich auftun können. Aber ist das nur ein Einzelfall? „In unserem Ort passiert sowas nicht“, sagen viele immer. Ich möchte gar nicht wissen, welche Perversionen sich in meiner Umgebung abspielen.

Was auch komisch ist, warum haben die „normalen“ Mitglieder der Famiele Fritzl nie etwas bemerkt? Man baut einen Bunker und keiner hat jemals reingeschaut?

 

Schism – Raed Al-Saeed bringt Antwort auf Fitna

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 15. April 2008

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Gegenpol zu Geert Wilders Film Fitna auftaucht. Mit Schism kursiert zur Zeit ein Film im Netz, der von einem Blogger aus Saudi-Arabien erstellt wurde. Anders als Fitna, gibt es diesen jedoch öffentlich bei YouTube zu sehen. Ebenso einen weiteren Anti-Christ-Film der gleich heisst, aber ein wenig anderes Bildmaterial zeigt.

Beiden Videos ist Eines gleich, es werden zwar religiöse Texte gezeigt, allerdings sind die meisten Gewalt-Bilder und Ausschnitte keine religiös-motivierten Taten. Ebenso dürfte die Zahl der Steinigungen und Enthauptungen auf Seiten fanatischer Islamisten in keinem Vergleich zu der Zahl an christlich-motivierten Taten stehen.

Der etwas umfangreichere 2. Film:

Die Kernaussage beider Filme soll sein, dass Textpassagen und Bilder beliebig aneinander gereiht werden können, um einen Effekt zu erzielen. Allein das völlig überzogene Gestöhne „oh yes, oh yes“ des Video-Machers, zeigt allerdings, wie wenig ernst man die brutalen Geschehnisse nimmt, die wirklich passieren.

 

21 – Black Jack Film und Card Counting

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 10. April 2008

Der neue Film „21“ der aktuell im Kino anläuft, erzählt die Geschichte von Intelligenzbolzen, die mittels Kartenzählen (Card Counting) beim Blackjack an das große Geld kommen. Die Story beruht auf einer wahren Begebenheit.

Allein gestern lief fast in jeder Spätnachrichtensendung ein Beitrag zu dem Film, wie wenn das Thema extrem neu wäre, geschweige denn, heute noch funktionieren würde.

Die ersten Card Counter brachten schon Anfang der 60er Jahre Bücher zu dem Thema heraus. Die Story, auf der der Film basiert, spielte um die 80er-90er herum, wo ein Blackjack-Team vom Massachusetts Institute of Technology die Couting-Strategie erfolgreich anwenden konnte. Allerdings machten die Jungs das für den „Kick“ und nicht um ihr Medizin-Studium zu finanzieren.

Nach vielen veröffentlichten Büchern, sollte aber inzwischen jedem einleuchten, dass die Tricks nicht mehr funktionieren. Auch wenn durch den Film viele wieder Dollarzeichen in den Augen haben und bestimmt wie wild nach „Card Counting“ googeln.

Die Kunst an einem gewinnbringenden Trick besteht darin, ihn geheim zu halten. 😉 Alles was in Büchern und Filmen an Tricks vorgestellt wird, ist längst überholt. Zu den damaligen Zeiten war das Counting noch einfacher als heute. Mit wenigen Kartendecks im Spiel konnte man noch zählen. Inzwischen werden bis zu 6 Decks gespielt. Ebenso werden heute die bereits gespielten Karten viel früher wieder zurück in das Mischgerät gegeben. Zählen ist praktisch sinnlos.

Wer dennoch die Grundregeln des Setzens bei bestimmten Karten-Kombinationen befolgt, der kann sein Verlustrisiko stark minimieren. Kurzfristig vielleicht sogar ein paar Euro verdienen, wenn man rechtzeitig wieder aussteigt und nie wieder spielt. Langfristig gewinnt wie bei jedem Spiel das Casino! 😉

 

Fitna – Anti Islam Film von Geert Wilders

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 28. März 2008

Nun wurde er veröffentlicht, Fitna, der Anti Islam Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. „Anti Islam“, so ein Ausdruck sorgt immer wieder für Zunder im lodernden Feuer. Nach den Mohammed-Karikaturen, die eine gezielte „Beleidigung“ des islamischen Glaubens darstellten, kommt nun ein ganzer Film gegen die friedliche Glaubensrichtung. Die Reaktionen dürften wieder von Gewalt und Hass geprägt sein, typisch eben.

Zu sehen gibt es Fitna the Movie bei LiveLeak.

Auch die FAZ hat den Film schon analysiert:

Geert Wilders hat kein Symbol des Islams entwürdigt oder herabgesetzt. Es gibt in Fitna – wenn man von einer motivisch genutzten dänischen Karikatur (die Turbanbombe) absieht – keine Verächtlichmachung des Propheten, des Korans oder der gläubigen Menschen. Es ist vielmehr eine sehr geschickte, suggestive Collage des Hasses der Islamisten gegen den Rest der Menschheit.

Im Film wird sehr schön die mittelalterliche Denkweise mancher Extremisten und Hassprediger an den Tag gebracht.

Es ist kein ausgewogener Bericht, keine faire Dokumentation, aber auch kein Aufruf zum Hass, sondern der Entsetzensschrei eines Mannes, der von Al Qaida mit einem Todesurteil belegt wurde und seit Jahren in ständiger Furcht um sein Leben sein muss und – obwohl er nie zur Gewalt aufgerufen hat und nie gewalttätig war – rund um die Uhr von Leibwächtern beschützt wird.

Allein dieser Absatz zeigt deutlich auf, wo der Unterschied zwischen einer zivilisierten Welt und manchen rückständigen Gruppierungen liegt. Worte und Bilder sind stärker als Waffengewalt, wenn man keine Antworten mehr weiss, dann schlägt man eben zu, ruft zu Mord und Totschlag auf, oder zündet Fahnen an.

Was bedeutet eigentlich Fitna? Es ist ein Wort dessen Bedeutung schwer zu übersetzen ist. Aber ein Auszug aus dem Koran lässt schon vieles erahnen:

So fight them until there is no more disbelief (fitnah) and all submit to the religion of Allah alone. (8:39)

Das klingt leider nicht wie eine fröhliche Einladung zu einem friedlichen Miteinander. 🙁

Weitere Blogger zum Thema: Tutsi, Schoggo-TV.

 

Funny Movie – Eine wie keiner

Abgelegt unter Medien & TV by Redaktion am 25. März 2008

Die Flachwitzreihe auf ProSieben geht weiter. Unter dem Deckmantel Funny Movie läuft als dritter Teil der Serie „Eine wie keiner„. Während letzte Woche noch Horrorfilme parodiert wurden, bekommen diesesmal Teenie- und Verwechslungs-Komödien ihr Fett weg.

Plötzlich muss Melli im Boy-Körper herausfinden, wieso Jungs in Apfelkuchen wichsen und wie leicht man sich die Vorhaut in einem Reißverschluss einklemmt. Und Roque im Girl-Body lernt, dass Brille abnehmen und Haare aufmachen gar nicht so einfach ist, dass es sau weh tut, wenn man sich entjungfern lässt, und die uncoolen Mädchen eigentlich die viel süßeren Herzdamen sein
können.

Riecht nach einer Mixtur aus „Eine wie keine„, „American Pie“ und „Hot Chick„.

Nachdem die beiden ersten Teile der Funny Movie-Reihe nur sehr schwer die Lachmuskeln reizen konnten, stehen die Erwartungen für „Eine wie keiner“ ziemlich tief. Ich bin auf Eure Reaktionen gespannt, ob ich mir den Mist selbst antue, weiss ich noch nicht. 😉

 



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